Abenteuer Indonesien hat ein Ende!

28. Januar 2009 von abuyahya06

Nun ist es soweit, morgen um 15.10 Uhr Ortszeit fliege ich via Abu Dhabi nach Hause. Viele schreiben an dieser Stelle einen altbekannten Spruch, man verlasse Indonesien mit einem weinenden aber auch lachenden Auge. Warum sollte ich eigentlich weinen? Mir ist ganz und gar nicht nach weinen zumute.
Das soll absolut nicht heißen, dass es mir hier nicht gefallen hat. Im Gegenteil, es waren 3 sehr aufregende Monate. Ich habe hier sehr viel lernen können und dürfen. Da wäre zum einem die Arbeit im Büro, die anspruchsvoll aber gleichzeitig gut zu bewältigen war. Andererseits habe ich Land und Leute kennengelernt. Letzteres selbstverständlich intensiver, wenn man wie ich als Einheimischer angesehen wird. 

Daher werde ich all diese Erlebnisse gut in Erinnerung behalten und verlasse dieses schöne Land nur mit einem lachenden Auge. Die Zeit ist wie um Fluge vergangen. Am Anfang habe ich nur noch gehofft, dass alles schnell vorüber geht, damit ich sobald wie möglich wieder daheim bei meiner Familie bin. Und nun sitze ich auch schon auf gepackten Koffern. 

Kurz zu meiner Tätigkeit im Büro. Auch hier war aller Anfang schwer, aber nach kurzer Eingewöhnungsphase lief alles wie geschmiert. Ich war richtig im Alltagsgeschäft eingebunden, mein Chef hat die erledigten Arbeiten brauchbar gefunden und ich war ihm wohl tatsächlich eine richtige Hilfe. Dazu kommt, dass ich nicht nur fachlich mit rechtlichen Sachverhalten beschäftigt war, sondern auch Repräsentationsaufgaben wahrnehmen durfte wie z.B. Vertretung des Büros nach Außen durch Teilnahme an sogenannten Networking-Veranstaltungen und Teilnahme an Mandantengesprächen. Um nicht zu sehr ins Detail zu gehen, möchte ich kurz gesagt diesen Teil meines Referendariats als bisher lehrreichsten bezeichnen. Die Stimmung am Arbeitsplatz war stets locker, was wohl auch daran gelegen hat, dass zwischen mir und meinem Chef kein zu großer Altersunterschied lag. Die Chemie hat gleich gestimmt, wie man so schön sagt. Die Kollegen waren alle nett und zuvorkommend.

So viel zu meiner Arbeit im Büro. Die Freizeit habe ich gut genutzt. Es waren sowohl einige Wochenendausflüge als auch eine 2 wöchige Reise nach Malaysia dabei. Darüber habe ich ja bisher ausgiebig berichtet. Natürlich soll nicht der Alltag nach dem Feierabenden unerwähnt bleiben. In den ersten beiden Monaten bin ich überwiegend alleine Essen gegangen und habe die unterschiedlichsten Sorten probiert. Klar, dass mein Magen nicht immer alles mitgemacht hat, aber nach ca. 1,5 Monaten hates sich letztendlich eingependelt. Da hier besonders das Essen recht günstig ist, war es auch kein Problem jeden Abend ein anderes Restaurant aufzusuchen.

Über die Schönheit des Landes kann ich leider nicht so viel berichten, weil ich hier kaum richtige Reisen unternommen habe. Mit ein Grund dafür war die begrenzte Auswahl an Transportmittel und die insgesamt schlechte Infrastruktur. Für etwas weitenferntere Reiseziele hätte ich nur das Flugzeug nehmen können. Das einzige Highlight war der kurze Trip auf die Insel Sepa, die zu den Thousand Islands gehört. Dort habe ich das erste Mal richtig schöne Korallen gesehen. Ich war die meiste Zeit im Wasser, habe geschnorchelt und die atemberaubende Unterwasserwelt bestaunt. So viele bunte Fische sieht man sonst nur im Aquarium. Solch klares Wasser findet man nur selten. Ich habe sogar gesehen wie Delphine aus dem Meer gehüpft sind und abends habe ich leuchtendes Planton auf der Wasseroberfläche entdeckt. Ach ja, einen Varan habe ich auch noch vorbei schleichen gesehen. 

Zu den Indonesiern kann ich nur so viel sagen, dass sie sehr freundlich, höflich und offen sind. Man kommt schnell in Gespräche und erfährt dabei ziemlich viel von seinem Gegenüber, wenngleich ich die Sprache nicht richtig beherrsche. Mit der Zeit konnte ich etwas Bahasa Indonesia lernen, so dass es für eine einfache Konversation ausgereicht hat. Immerhin konnte ich auf den Märkten um Preise feilschen. 

Das war nun meine Zeit hier in Indonesien. Ich freue mich schon auf ein Wiedersehen mit meinen Lieben und ein Kennenlernen mit meiner Tochter. Da war wohl jemand etwas ungeduldig. Aber Hauptsache Mutter und Tochter sind bei bester Gesundheit. Das ist natürlich ein weiterer Grund warum ich ein lachendes Auge bei meiner Abreise habe. 

Somit ist das Kapitel Indonesien bis auf weiteres geschlossen. Der Passus Fortsetzung folgt iA… am Ende des Artikels gibt es diesmal nicht.

1. Arbeitswoche im neuen Jahr

7. Januar 2009 von abuyahya06

Nun hat mich der Alltag wieder. Wohl auch ein Grund warum ich hier nichts interessantes bloggen kann. Das letzte Wochenende habe ich gemütlich im Freibad verbracht. Nachdem ich täglich in Malaysia geschwommen bin, darf das hier in Indonesien nicht zu kurz kommen. Ich habe jetzt nur noch 3 Wochenenden für Ausflüge zur Verfügung. Am kommenden Samstag werde ich mal wieder einen Abstecher nach Bandung machen. Diesmal soll mich aber nicht der Kaufrausch packen. Daher werde ich gezielt in die Läden gehen und meine Einkaufsliste „abarbeiten“. 

Was steht sonst noch so an? Ach ja, zu den Thousand Islands wollte ich noch, um auch mal hier in Indonesien am Strand zu gehen. Meinen Plan nach Surabaya und Umgebung werde ich wohl angesichts der verbliebenen kurzen Zeit nicht mehr nachkommen können. 

In dieser Woche hat ein neuer Praktikant aus Deutschland bei uns im Büro angefangen. Wir sind die letzten Abende gemeinsam essen gegangen. Er kennt sich hier in der Umgebung noch nicht so gut aus, so dass ich ihn etwas rumführen werde. 

Die Zeit ist wirklich sehr schnell vergangen. Ich freue mich auch schon endlich wieder nach Hause zu kommen.

 

Fortsetzung folgt iA….

Nach dem Schock wieder zurück in Indonesien

1. Januar 2009 von abuyahya06

Da bin ich nun wieder in Indonesien. Noch vor Mitternacht bin ich zu Hause angekommen. Die Strassen waren überfüllt mit Menschen. Das hatte etwas von einer Fanmeile wie bei der Fussball WM 06. 

Aber kurz zurück gespult zu dem letzten Tag in Langkawi: Die Fahrkarte für die Fähre nach Festland Malaysia habe ich bereits am Freitag gekauft und den Rest des Tages am Strand vor meinem Hotel verbracht. Am nächsten Tag ging es dann los. Eine ca. 12 Stunden Zugfahrt stand mir bevor. Wie auch die Hinfahrt nach Penang, war diese Fahrt nach Kuala Lumpur eine ziemlich holprige Angelegenheit, so dass ich kaum schlafen konnte. 

Als der Zug dann um morgens 5.30 Uhr in Kuala Lumpur eingerollt ist, habe ich mich auch gleich auf dem Weg zum Bus gemacht. Der Busterminal Puduraya ist ca. 20 Minuten entfernt vom Hauptbahnhof.

Der Bus nach Singapur war schon bereits verspätet. Also musste ich mal wieder warten. Aus meinem Vorhaben nach Singapur zu fahren wurde aber leider nichts, weil unterwegs ein großes Mischgeschick geschah.

Um es ganz schnell zu erklären: Gegen Mittag haben wir die Passkontrolle erreicht. Normalerweise läuft es dann so ab, dass man kurz aussteigt, seinen Stempel in dem Pass bekommt und dann weiter mit dem Bus nach Singapur reinfährt. Also bin ich aus dem Bus ausgestiegen und zur Passkontrolle gegangen. Als ich die Kontrolle passiert habe, habe ich Mitreisende aus unserem Bus mit ihren Taschen gesehen. Das hat mich schon stutzig gemacht, dachte mir aber nichts besonderes dabei. Der Bus sollte jeden Moment vorfahren und uns Passagiere wieder aufnehmen. Dem war aber nicht so. Ich habe dann einige Leute angesprochen warum sie ihre Taschen dabei hätten. Es stellte sich heraus, dass der Busfahrer  auf Grund eines angeblich defekten Nummernschildes kurz weggefahren ist und in ca. 20 Minuten wiederkommen wollte. Als ich das gehört habe, lief mir der kalte Schauer den Rücken runter. Meine Taschen waren nämlich in dem Bus und ich hatte die Vermutung, dass ich den Bus an dem heutigen Tage nicht mehr sehen werde. Alhamdulillah hatte ich meinen Reisepass und Kreditkarte bei mir. Allerdings waren in der Reistasche meine ganzen Klamotten und in dem Rucksack Fotoapparat und die Videokamera. 

Andere Fahrgäste traf das gleiche Schicksal. Völlig ratlos, wendeten wir uns an die Beamten von der Passkontrolle, die uns aber nicht weiterhelfen konnten. Nach stundenlangem Warten hat jemand die Geduld verloren und rief die Polizei an. Er konnte sämtliche Details, wie zB. Busunternehmen, Aussehen des Fahrers und Nummernschild des Buses den Polizisten weitergeben. Es hat auch nicht lange gedauert bis der erste Polizeiwagen eingetroffen ist. Man hatte sich dazu entschieden einige von uns auf das Polizeirevier zu bringen, um dort ein Protokoll anfertigen zu lassen. 

Als wir bei der Hauptwache waren, hatte man den Bus bereits gefunden. Nun musste noch entschieden werden wie die Taschen wieder zu den Eigentümern gelangen sollten. Ich wollte eigentlich sofort losfahren, aber es hieß, ein anderer Bus hätte schon die Taschen übernommen und bringt sie zu unserem Standort an der Passkontrolle. Ich habe noch darauf hingewiesen, dass mein Rucksack nicht unten im Bus ist, sondern sich über meinen Sitz im Bus befindet. Das wurde auch so weitergegeben und sollte kein Problem sein. 

Plötzlich sollte ich aber alleine zu einem anderen Busterminal ca. 50 km entfernt von der Passkontrolle gebracht werden, um dort meine Taschen in Empfang zu nehmen. Also musste schnell ein Fahrzeug organisiert werden. Der Polizist ist auch im Eiltempo über die Strassen gefegt. Als wir angekommen sind, habe ich aber nur eine Tasche bekommen. Der Rucksack war immer noch nicht da. Deshalb war meine Geduld langsam am Ende und wollte umgehend mit dem Busfahrer sprechen, der die Tasche gebracht hat. Der wiederum konnte mir nur die Auskunft geben, er habe nur diese Tasche bekommen. Ich konnte auch mit dem Busfahrer, der uns an der Passkontrolle alleine gelassen hat, telefonieren. Er war auch der Meinung, dass nur eine Tasche in dem Bus war. Ich habe ihm aber mehrmals gesagt, dass meine Tasche über meinem Sitz war. Nachdem er das vehement abgestritten hat, wollte ich wissen wo er sich befindet, damit ich sofort zu ihm hinfahren kann und den Bus durchsuchen kann. Er sei schon unterwegs nach KL und würde gegen 21.00 Uhr ankommen. Also wollte ich mich umgehend auf dem Weg machen, nur fuhr der nächste Bus nach KL erst gegen 19,30 Uhr und würde in der Nacht ankommen. Ich habe mich dann kurzer Hand dazu entschlossen nicht nach Singapur zu fahren, weil der Rucksack mir wichtiger war.

Spät in der Nacht bin ich in KL angekommen. Mir war natürlich klar, dass ich den Bus zu dieser Zeit auffinden kann, so dass ich in das nächstbeste Hotel abgestiegen bin. Nach ca. 2 stunden Schlaf war es bereits 6 Uhr morgens und meine Gedanken waren nur bei meinem Rucksack. Also bin ich zum Busterminal gegangen und habe erstmal das Busunternehmen aufgesucht. Dort hatte man alle Schuld von sich weisen wollen, auch auf meinen Einwand, dass uns der Busfahrer nicht nach Singapur gefahren hat, konnte man keine passende Antwort geben. Mir wurde nur gesagt, ich solle warten bis der Bus ankommt. Das Problem war aber, dass er aus Singapur kommt und man nicht wisse wann genau. 

Ich sollte also mal wieder nur warten. Damit habe ich mich nicht abgefunden, so dass ich die deutsche Botschaft aufgesucht habe, in der Hoffnung hier wenigstens vernünftige Antworten zu bekommen. Auch wenn es nur nützliche Ratschläge sein sollten. Mir wurde gesagt, ich solle nochmals zur Polizei gehen und ein Protokoll anfertigen lassen. Ausserdem wurden mir noch andere Hinweise gegeben wie ich an Bargeld herankommen würde. 

Nach diesen Auskünften, bin ich nochmals zum Busterminal gegangen und habe dort nach dem Bus gesucht. Ich habe diesmal denjenigen gefunden, der tagszuvor die Tickets im Bus kontrolliert hat. Der musste also wissen wo sich der Bus befindet und wann er in KL ankommt. Von ihm habe ich aber auch keine besseren Informationen bekommen, alles nur vage Zeitangaben, am besten ich warte einfach am Terminal auf dem Bus auch wenn es den ganzen Tag lang dauern sollte.

Nach dieser Aussage hat es mir gereicht, ich habe einfach den Busfahrer angerufen und wollte wissen wo er jetzt ist und wann er endlich ankommen wird. Als dieser mir jedoch gesagt hat, dass er erst am nächsten Tag nach KL kommt, bin ich fast ausgeflippt. Ich konnte als nichts anderes tun als am Busterminal zu warten, obwohl ich bereits 5 Stunden dort gestanden habe. 

Als es schon dunkel wurde und der Bus immer noch nicht eingetroffen ist, bin ich gestresst und erschöpft zu meinem Hotel gegangen. Zu diesem Zeitpunkt war ich knapp 24 Stunden auf der Suche nach dem Rucksack. 

Ich wollte am nächsten Tag meine Suche fortsetzen. Diese Nacht war natürlich alles andere als erholsam. Nach kurzem Schlaf, bin ich wieder zum Busterminal gefahren. Diesmal bin ich aber noch vorher zur Polizei gegangen, die im Busterminal eine kleine Wache hat und habe nachgefragt, ob eine Tasche abgegeben wurde. Nach einem Kommunikationsproblem mit der Polizisten, tauchten auf einmal 2 weitere Polizisten auf, die mich aufgefordert hatten in das Auto einzusteigen. Im ersten Moment wusste ich nicht so recht wie mir geschah, weil ich einfach nur nach meiner Tasche gefragt habe. Es stellte sich aber heraus, dass mich die Beamten zur Touristenpolizei hinbringen wollten, bei der ich aber schon war und auch ein Protokoll anfertigen lassen habe. 

Als dieses Problem gelöst wurde, haben mich die Polizisten wieder zum Busterminal gefahren. Und diesmal sollte ich Glück haben (mehr oder weniger). Der Bus stand zur Abfahrt bereit, ich musste nur schnell hinlaufen. Ich habe dann den Bus von oben bis unten durchsucht. Das einzige was ich wiedergefunden habe war mein Sarung, der Rucksack war nicht wieder zu finden. Ich habe den Bus mehrmals durchsucht und auch die Passagiere aufgefordert ihre Beine anzuziehen, damit ich auch jeden Winkel kontrollieren konnte. 

Es waren bisher 2 Tage vergangen. In diesem Zeitraum könnte alles mögliche geschehen sein. Der Busfahrer selber könnte den Rucksack mitgenommen haben oder ein anderer Fahrgast hat die Tasche mitgenommen. Ich habe dem Busfahrer, dem Busunternehmen und der Polizei meine Telefonnummer und Adresse hinterlassen, falls der Rucksack wieder auftauchen sollte. 

Ich hatte natürlich keine große Hoffnung und wußte auch nicht was ich bis zum Abflug nach Indonesien tun sollte. Daher wollte ich zum Mittagsgebet in eine Moschee gehen und dort die restliche Zeit verbringen.

In der Moschee habe ich dann einen netten Bruder kennengelernt, den ich angesprochen habe, weil er ein mir bekanntes T-Shirt getragen hat. 

Auf diesen Vorfall mit dem Rucksack hat er mir eine einfache und klare Antwort gegeben. Eigentlich hätte ich auch selber darauf kommen können.
Allah (swt) testet einem ab und an. Und man weiß nie welche Art dieser Test sein kann. Denke ich nun an diese vergangenen Tage zurück, so fällt mir auf, dass meine Gedanken und Sorgen nur diesem Rucksack und dessen Inhalt gewidmet waren. Ich bin wie ein Irrer durch die Gegend gerannt, mit Schlafmangel, Hunger usw. Aber vor allem habe ich in dieser Zeit die Pflichtgebete völlig vernachlässigt. Vielleicht mag der Verlust auch ein Ausgleich für eine nichtgezahlte bzw. verspätete Zakat gewesen sein oder auch für zu wenig Sadaqa. Wa Allahu alim.

Jedenfalls kann ich im Nachhinein sagen, dass ich mich extrem bemüht habe diesen Rucksack wieder zu bekommen, aber wenn es nicht sein sollte, so soll es eben nicht sein. Daher bringen auch Gedankenspiele wie: „was wäre wenn“ oder „hätte ich doch“ oder  „wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, dann…“ absolut nichts. 

Aus diesem Grunde soll man auch lieber sagen khair inschaAllah.

Natürlich soll das nicht heißen, dass man zukünftig genau so verfahren soll, aber wenn man sich bei bestem Willen um eine Sache bemüht aber dennoch nicht eintritt, so ist das kein Grund zum Verzweifeln.

Mit dieser Einsicht konnte ich die restlichen Tage in KL verbringen und mich von Selbstzweifeln frei machen.
Jetzt bin ich wieder in Indonesien und habe nur noch einen Monat vor mir inschaAllah.

 

Fortsetzung folgt iA….

Pulau Langkawi

25. Dezember 2008 von abuyahya06

Selamat Datang auf der Insel Langkawi. Ich bin morgens um 8.30 Uhr mit der Faehre von Penang nach Langkawi gefahren. Im Schiff war es mal wieder richtig kalt. Aber diesmal habe ich daran gedacht meinen Sarung einzupacken, um mich damit zudecken zu koennen.

Am Hafen von Langkawi habe ich mir ersteinmal ein Mietwagen besorgt. Die besten Straende sind etwas weiter weg von der Hauptstadt Kuah und Busse fahren hier nicht so oft. Ausserdem hat man mit dem Auto den Vorteil die Insel eigenhaendig zu erkunden.

Laut wikitravel sollen die besten Straende Cenang und Tengaih sein, so dass ich mich direkt auf dem Weg dorthin gemacht habe. Ein Hotel hatte ich nicht gebucht. Daher musste ich hier vor Ort etwas finden. Leider waren hier schon viele Zimmer ausgebucht, jedoch hatte ich Glueck und habe ein kleine Motel direkt am Strand gefunden. Der Preis mit 15 EUR/Nacht war auch in Ordnung, obwohl gerade Hauptsaison ist.

Es ist zwar nicht das beste was man finden konnte, aber das war mir letztendlich egal, weil es direkt am Strand ist und ich ohnehin nur das Zimmer zum Schlafen und Duschen brauche.

So nun zu meinem Aktivitaeten der letzten beiden Tage hier auf Langkawi:

Nachdem ich meine Sachen ins Zimmer gebracht habe, bin ich sofort ins Wasser gesprungen. Ich haette wirklich nicht gedacht, dass die Straende besser sind als auf Penang. Schon der Strand an meinem Motel hat mich vom Gegenteil ueberzeugt. Das Wasser ist viel viel klarer. Es ist tuerkis gruen und natuerlich warm. Ich war gegen Mittagszeit am Strand und es waren kaum Menschen hier. Lag wohl daran, dass die meisten Leute, vor allem die Einheimischen, nicht mittags baden gehen, wegen der heissen Mittagssonne.

Ich war fast den ganzen Tag am Strand, wollte aber doch noch etwas von der Insel sehen. Daher habe ich mir den Strassenplan angeschaut und habe mein naechstes Ziel angepeilt: the seven water wells, der sich im Geonationalpark befindet.

Der besagte Ort ist ein Wasserfall, dessen Wasser aus den Bergen kommt und in sieben Becken gespeichert wird.

Um zu diesen Becken zu kommen, muss man zuerst einige Stufen erklimmen. Nach dieser Tour wird man aber mit einem schoenen Ausblick auf die Becken belohnt. Ausserdem hat man eine schoene Sicht auf die umliegende Bucht im Nordwesten der Insel. Leider faellt derzeit nicht so viel Regen, so dass die Becken nicht viel Wasser gespeichert hatten. Der Wasserfall war aber dennoch beeindruckend. Zudem war der Wasserfall umsaeumt mit dem tropischen Regenwald, aus dem die seltsamsten Tiergeraeusche kamen. Ich habe natuerlich viele Bilder von der Umgebung geschossen.

Geschafft von dem erlebnisreichen Tag, bin ich abends schon frueh ins Bett gegangen. Vermutlich hat der Schlafmangel tagszuvor noch dazubeigetragen, dass ich frueh muede wurde.

Heute hatte ich einiges vor. Aus diesem Grunde bin ich morgens frueh aufgestanden und habe mich fertig gemacht fuer die Inseltour bzw. Islands Hopping.

Ein Bus hat mich zu dem Anlegerplatz der Boote gebracht. Mit einer kleinen Gruppe von 6 Leuten sind wir dann zuerst zu der Insel Maiden Island gefahren. Dort hatten wir ca. 1 Stunde Zeit fuer den Bergsee, der in der Mitte der Insel ist. Und weil dieser See etwas weiter entfernt von dem Bootsplatz war, musste man quer durch die Insel gehen. Es mussten auch wieder einige Treppen in Kauf genommen werden, um zum Ziel zu gelangen. Auch diesmal war ich wieder voellig erschoepft von den ganzen Stufen. Dafuer war der See eine super Entspannung. Ich konnte es kaum abwarten ins Wasser zu springen. Das Wasser war kaelter als das Meer und sehr erfrischend.

Nach diesem Badeerlebnis ging es dann zur Adlerfuetterung. Der Bootsmann hat einige Huehnchenstuecke ins Wasser geworfen und schon kamen die ersten Adler angeflogen. Diese Tiere sind in der freien Natur noch um einiges schoener als in dem Voegelpark von KL. (Anm.: Im KL Vogelpark habe ich mich mit einem Adler fotografieren lassen.)

Nach diesem kurzen Zwischestopp ging es auch schon weiter zur naechsten Insel. Dort war das Objekt der Begierde ein weiterer Strand. Auch dieser hat mich davon ueberzeugt, dass die Straende hier besser sind als auf Penang. Es waren viele Leute am Baden, was mich aber nicht davon abgehalten hat meine Sachen am Strand zu lassen und ins Wasser zu springen. Das Wasser war sehr klar und warm. Auch hier blieb nur ca. 1 Stunde Zeit, die aber wie im Fluge vergang.

Danach hat uns das Boot wieder zurueck zum Ausgangspunkt gebracht und die Tour war damit beendet.

Ich hatte noch nicht genug vom Baden, so dass ich noch einmal zum Strand an meinem Motel gegangen bin.

Heute war es etwas bewoelkt und auch nicht so heiss. Daher habe ich mich dazu entschieden zur exotischen Fruchtfarm zu fahren. Ich war ja bereits auf Penang in einer Fruchtfarm, was mir so gefallen hat, das ich auch hier auf Langkawi eine besuchen wollte.

Die Anlagen sind um einiges groesser gewesen, dafuer war aber die Tour nicht so lehrreich als beim letzten Male auf Penang. Ausserdem sah alles etwas zu kuenstlich aus, so dass dieser Besuch insgesamt nicht so gut war.

Und weil es noch recht frueh war, bin ich noch zur Seilbahn gefahren, die mich in 71o Metern Hoehe befoerdern sollte. Von dort aus hatte man auch einen sehr schoenen Blick auf die Insel. Allerdings war es sehr windig dort oben und es fing an zu regnen. Deshalb blieb auch die Haengebruecke geschlossen.

Ich habe von meinen ganzen Besuchen zahlreiche Fotos gemacht, die ich auch online stellen werde, sobald ich wieder in Indonesien bin.

Morgen habe ich nach dem Freitagsgebet vor, mein Ticket fuer die Faehre nach Festland Malaysia zu kaufen. Mein Zug geht am Samstag schon um 17.30 Uhr nach KL und von dort soll es dann weiter nach Singapur gehen.

Schade nur, dass ich hier alles alleine machen muss. Ich kann mir gut vorstellen, dass hier ein Urlaub mit der Familie viel besser und unterhaltsamer ist. Die Straende waeren wirklich etwas fuer Yahya. Hinzukommt, dass er mit den Booten hier bestimmt seinen Spass haette.

Fortsetzung folgt iA….

Pulau Penang

23. Dezember 2008 von abuyahya06

Nun mein kurzer Bericht ueber meinen derzeitigen Urlaubsort. Nach der recht anstregenden Zugfahrt, mangels Schlaf und Kaelte im Zug, bin ich morgens frueh in Butterworth angekommen. Dann hat mir John, mein Sitznachbar und Einheimischer aus Penang mit indischer Abstammung gezeigt, wie ich zu meinem Hotel fahren kann.

Kurz darauf habe ich das Hotel Tanjungh Banung Beach Hotel erreicht. Das Hotel selber habe ich nach vorheriger Recherche im Internet gefunden. Zuerst hatte ich vor in ein Backpacker Hotel abzusteigen, habe mich aber schnell umentschieden, weil die Sauberkeit doch zu wuenschen uebrig liess.

Das Hotel hat einen eigenen Strandabschnitt, was meine Wahl nocheinmal bekraeftigt hat. Da ich hier auf der Insel mobil bleiben wollte und die Busse nicht ueberall hinfahren, habe ich mir noch ein kleines Auto gemietet, womit ich in die abgelegensten Gegenden fahren kann.

Nachdem ich in das Hotel eingecheckt habe, bin ich auch sofort ins Wasser gesprungen. Obwohl es noch frueh gewesen ist, war das Wasser schon richtig warm. Ausser mir waren noch ein paar Kinder am Schwimmen. Natuerlich sollte dies nicht der einzige Strand sein, daher bin ich ins Auto eingestiegen und habe mich zur Inseltour aufgemacht.

Ich wollte am naechstbesten Strand wieder ins Wasser springen. Daher habe ich beschlossen um die Insel zu fahren und die Straende  nacheinander abzuklappernIch musste nicht einmal weit fahren, noch vor der Touristenhochburg Batu Ferringhi habe ich menschleere Straende gesehen. Nach ein paar Bildern, bin ich auch dort wieder ins Wasser reingegangen.

Inzwischen war es bereits Mittag und meine Inseltour hat mich zur Fruchtfarm gefuehrt. Dort gab es eine kleine Fuehrung durch die Fruchtanlagen und eine Staerkung mit den selbstangebauten Fruechten. Darunter waren Mangos, Papayas, Dragonfruit, Jackfruit, verschiedene Apfelsorten, Ananas, Bananen, und noch weitere exotische Fruechte. Der Geschmack ist einmalig gewesen, vor allem die Bananen waren weitaus suesser als bei uns. Ich habe die ganze Fuehrung mit der Videokamera aufgenommen, so dass sich eine Erklaerung der einzelnen Fruechte eruebrigt. Nur kurz etwas zur Kokosnuss: die Nuesse wachsen hier in Suedostasien nahezu an jeder Palme und stellen nichts besonderes fuer die Einheimischen dar. Eigentlich trinkt man nur das Kokosnusswasser und das Fruchtfleisch wird hauefig weggeworfen.

Nach dieser interessanten Fuehrung durch die Anlagen, habe ich meine Tour fortgesetzt. Leider musste ich feststellen, dass man an die Straende nur sehr schwer rankommt, weil entweder keiner Strasse vorhanden ist oder abgesperrt sind. Allerdings sollte meine Rundfahrt nicht vergebens sein, da ich dann schliesslich an einem super schoenen Strand angekommen bin, der sich im Suedwesten der Insel befindet.

Dort war ausser mir nur eine einheimische Familie, die auch dem Grossstadtstress entfliehen wollte. Ich habe mich an dem Strand so richtig wohlgefuehlt, einfach an den Strand gelegt und die Wellen an mich heranrauschen lassen. Ein richtig schoener Fleck Erde, an dem man die Seele baumeln lassen kann. Das Wasser selber war schon keine Erfrischung mehr. Nichtsdestotrotz war ich die meiste Zeit an diesem Strand.

Anschliessend habe ich meine Inseltour fortgesetzt, kurz das Gebet in einer der kleinen Moscheen verrichtet und dann weiter Richtung Georgetown, die Hauptstadt von Penang.

Jedoch hat es mich nicht lange in dieser Stadt gehalten, weil ich ueberwiegend die Natur geniessen wollte und keine Staedte mit dem damit verbundenen Stress, wie Verkehr, Gestank und und und.

Penang ist unter den Einheimischen fuer das gute Essen bekannt. Dem wollte ich mich natuerlich selbst ueberzeugen lassen, so dass ich nach einem erholsamen Tag den Abend in einem Restaurant, welches sich in der Naehe meines Hotels befand, verbracht habe.

Heute habe ich mich um mein Ticket fuer die Faehre nach Langkawi gekuemmert. Langkawi ist die noerdlichste Insel Malaysiens und befindet sich im Meer von Andamen. Diese Insel soll sogar noch bessere Straende haben als Penang. Die Straende sehen hier schon aus wie aus dem Bilderbuch, etwas besseres ist kaum vorstellbar. Naja, ich werde mich ueberraschen lassen.

Morgen frueh geht es also weiter, so dass mein Bericht ueber Penang erschoepft ist.
Ein kurzes Fazit: Wer wirklich entspannen moechte, der muss unbedingt hierher kommen. Hier gibt es nichts ausser Schwimmen, am Strand rumliegen und die schoene Natur drumherum geniessen.

In Langkawi habe ich vor 3 Tage zu bleiben und-genau wie hier-die schoenen Straende aufzusuchen.

Fortsetzung folg iA….

Update Malaysia

21. Dezember 2008 von abuyahya06

Heute Abend fahre ich inschaAllah nach Butterworth und dann weiter mit der Faehre nach Penang Island.
Gestern Abend habe ich noch eine Gruppe junger Tuerken getroffen. Ich war gerade auf dem Weg nach Hause als ich 4 Jugendliche gesehen habe, einer von denen liess sich gerade von einem Strassenmaler zeichnen. Ich wollte nur mal sehen, ob es dem Maler gelungen ist sein Objekt gut nachzuzeichnen. Dabei habe ich mitbekommen, dass sich die Jungs auf tuerkisch unterhalten, so dass ich sie gleich ansprechen musste. Natuerlich auf tuerkisch :) . Zuerst waren sie ganz verwundert, warum ich tuerkisch spreche. Als ich ihnen meine Geschichte erzaehlt habe, habe ich mal wieder die tuerkische Gastfreundschaft erleben duerfen. Wir sassen naemlich kurze Zeit spaeter bei einem Tee zusammen und haben sogar Maras Dondurmasi gegessen. Die Tuerken sind auch wirklich ueberall!!!
Ich habe erfahren, dass die Jungs hier in Malaysia BWL studieren. Der eine von denen ist seit einem Jahr hier, die anderen haben ihr Studium gerade erst begonnen und sind seit 2 Monaten hier.

Heute morgen wusste ich nicht so ganz was ich bis zur Abfahrt machen sollte. Daher habe ich entschieden zum Bahnhof zu fahren, um zu checken, ob der Zug auch faehrt.
Alhamdulillah habe ich diese Entscheidung getroffen, da sich am Bahnhof herausgestellt hat, dass meine Onlinereservierung gar nicht akzeptiert wurde. Ich habe keine Ahnung woran das gelegen haben mag. Nach langem Hin und Her, habe ich halt meine Zugverbindungen neu gebucht. Zwar war der Zug am naechsten Sonntag nach Singapur ausgebucht, jedoch habe ich mir vorgenommen dann halt mit dem Bus nach Singapur zu fahren.
Diese Absicht habe ich dann in die Tat umgesetzt. Vom Bahnhof war es auch nicht weit bis zur Bushaltestelle, so dass ich meinen Bus jetzt schon gebucht habe.

Ich freue mich jedenfalls mal ein wenig Strand zu sehen. Eine nette Abwechslung zur Stadt KL.

Fortsetzung folgt iA…

Kuala Lumpur die Erste….

20. Dezember 2008 von abuyahya06

Wie versprochen, kommt nun der Blogeintrag ueber meinen ersten KL Besuch. Weil es schon in Deutschland Probleme mit meinem Visum gegeben hat, muss ich nun jeden Monat einmal aus Indonesien ausreisen, damit ich bei der naechsten Einreise nach Indonesien ein Visum on arrival bekomme.

Deshalb hat mich dieser Umstand vom 26. bis 28. November nach Kuala Lumpur gebracht. Ich habe mir die Fluggesellschaft Airasia ausgesucht, vergleichbar mit Ryanair bei uns. D.h. eine billig Airline, aber mit erstaunlichem Komfort, genauso wie das Hotel von Airasia. Sehr gute Preise von 10 EURO die Nacht.

Vor Reisebeginn habe ich mir natuerlich mit Hilfe von www.wikitravel.com ein Reiseplan zusammengestellt. Ich hatte viele Sehenswuerdigkeiten auf dem Plan stehen, vor allem aber die beruehmten Petronas Towers oder auch KLCC Towers genannt, musste ich besuchen.

Reisen ist hier in Indonesien immer ein Abenteuer fuer sich, so auch diese mit allen dazugehoerigen Verspaetungen. Es fing schon mit der Abreise zum Flughafen Soekarno Hatta an. Der Flug selber war ganz entspannend und hat nur 2 Stunden gedauert. Vom KL Airport bin ich dann mit dem Airasia Bus (mensch, diese Fluggesellschaft hat auch alles…) zu meinem Hotel gefahren, 1 Stunde spaeter sind wir dann angekommen.

Da ich nur das WE Zeit hatte, musste ich mich mit dem Sightseeing auch stark auf die wichtigsten Sehenswuerdigkeiten beschraenken.
Der erste Eindruck von KL war einfach super. Live sehen diese Gebaeude schon ganz anders aus. Was mir auch gleich aufgefallen ist, war die bunte Mischung aus Chinesen, Indern und Malaien. Das ist wohl u.a. ein Grund dafuer, dass sie alle gut Englisch sprechen.

So viel zu den signifikanten Unterschieden zwischen Indonesien und Malaysia, soweit ich das bis dahin beurteilen konnte.

Voellig erstaunt vom guten Zustand des Hotels, habe ich zunaechst meinen Rucksack geschnappt und habe die Gegend drumherum erkundigt. Es war bereits 21.30 Uhr, so dass mir nur ein kurzer Spaziergang blieb.
Waehrenddessen konnte ich von weitem die beleuchteten KLCC Towers sehen. Ein sehr schoener Anblick.

Am naechsten Morgen bin ich frueh aufgestanden, um den Samstag voll ausnutzen zu koennen.

Mein erstes Ziel waren die KLCC Towers. Dort habe ich erstmal ein paar Fotos geschossen. Und wie es sich fuer eine Attraktion gehoert, schwirrten auch viele  Touristen rum. Ich habe vor den Tuermen die Bekanntschaft mit Bernd gemacht, einem Siemens SAP Berater aus Thailand.

Nach einem gemeinsamen Kaffee am Morgen haben sich unsere Wege wieder getrennt. Meiner fuehrte mich gleich zu den nahgelegenen Park, der zum Verweilen einlud. Es waren viele Familien dort. Die Kinder haben die Wasseranlagen zum Plantschen ausgenutzt. Bei solch einem Anblick vermisst man seine eigene Familie selbstverstaendlich um so mehr.

Meine naechste Station war der Fernsehturm von KL. Aus einer Hoehe von ca. 150 Metern konnte ich viele Bilder machen. Das gute Wetter hat dazu beigetragen, dass die Sicht atembraubend war.
Nach unzaehligen Fotos und langer Videoaufnahme, bin ich zur aeltesten Moschee Kuala Lumpurs gegangen.
Masjid Jamek wurde im Jahre 1908 im indischen Stile erbaut. Touristen mussten eine Art Abaya anziehen, damit sie die Moschee besuchen konnten.
Als mich die Aufseher als Muslim erkannt haben, konnte ich die Moschee ohne weiteres betreten und Fotos schiessen.

Anschliessend wollte ich zum Nachmittagsgebet in die Masjid Negara, welche die groesste in KL ist. Fuer Touristen galt die gleiche Bekleidungspflicht wie zuvor. Darueber hinaus durften sie auch nicht den Gebetsraum betreten, der den Muslimen vorbehalten ist, um ungestoert zu beten.

Es war bereits spaeter Nachmittag, so dass ich nur noch den Vogelpark besuchen konnte. Fuer die anderen Sehenswuerdigkeiten, wie den Schmetterlings- oder Orchideenpark war keine Zeit mehr vorhanden. Die beiden genannten Parkanlagen wollte ich bei meinem naechsten KL Besuch aufsuchen.
Der Vogelpark bot viele exotische Voegel, darunter solche, die man bei uns in Deutschland in kleinen Kaefigen haelt. Ich habe mich dort mit einem Falken auf dem rechten Arm und einer Eule auf meiner linken Schulter fotografieren lassen. So viel Spass muss sein!!!

Am Ende des Tages musste ich nochmal die KLCC Towers besichtigen. Die beleuchteten Tuerme sehen nachts noch viel besser aus als tagsueber. Nach einem Zwischenstop bei KFC, bin ich letztendlich zu meinem Hotel gegangen.

Am naechsten Tag sollte das Flugzeug zurueck nach Jakarta planmaessig um 13.oo Uhr abheben. Also habe ich den Tag ganz gemuetlich begonnen. Fruehstueck im Hotel und Kaffee im KLCC Park waren die einzigen „Aktivitaeten“, die ich vor meinem Abflug unternommen habe.

Puenktlich am Flughafen angekommen, hiess mal wieder warten. Die Maschine aus Indonesien hatte Verspaetung, so dass sich der Abflug um 1 Stunde verzoegert hat. So viel zu „planmaessig“.

Kein Wunder, das Flugzeug kam aus Indonesien und diesmal sollte Airasia Indonesien nach Jakarta fliegen. (Anm.: Airasia ist malaysisch, hat aber einen Indonesien Zweig) Ist nicht boese gemeint, aber bei den Indos hat Puenktlichkeit eben eine andere Bedeutung.

Der Flug selbst war in Ordnung. Nach einem kleinen Problem mit der Immigrationsbehoerde, war ich wieder auf indonesischen Boden.

Das war mein erster Trip nach KL.
Mein Fazit: KL ist auf jeden Fall eine Reise wert. Es gibt viel zu sehen, das Essen ist sehr gut und die Menschen sind freundlich. Ausserdem kann man KL auch ganz gut zu Fuss erkunden, weil die meisten Sehenswuerdigkeiten recht nah beieinander liegen. Im Gegensatz zu Jakarta gibt es auch anstaendige Fussgaengerwege, was das Spazierengehen um einiges vereinfacht.  

 

Fortsetzung folgt iA…..

Malaysia truly Asia….

19. Dezember 2008 von abuyahya06

…so lautet der Werbespruch des Tourismusministeriums von Malaysien. Und genau in diesem Land bin ich gerade zum 2. Mal bzw. das 2. Mal in Kuala Lumpur.
Aber erstmal der Reihe nach. Um aktuell zu bleiben, schreibe ich diesen kurzen Blogeintrag.

Nachdem ich gestern abend noch mit meinem Chef eine Runde Tennis gespielt habe, habe ich noch meine ganzen Sachen gepackt und saemtliche Reisevorbereitungen fuer meinen Malaysia Urlaub erledigt (Plaene erstellt, Landkarten ausgedruckt, usw.)

Der Plan sieht folgendermassen aus:
1. Das Wochenende bleibe ich in Kuala Lumpur,
2. Am Sonntag abend geht es mit dem Zug nach Butterworth und von dort aus mit der Faehre zur Insel Penang.
3.Dann soll es ein paar Tage spaeter auf die Insel Langkawi gehen,
4. Von Langkawi habe ich vor, nach Singapur zu fahren, allerdings nur fuer ein paar Tage, damit ich genuegend Zeit auf den Inseln verbringen kann. Ausserdem habe ich Staedte ja schon zur Genuege gesehen.

Wie gesagt, hauptsaechlich sollen die 13 Tage ein Bade- und Kultururlaub werden.

Heute morgen bin ich in aller Ruhe zum Flughafen gefahren und schon sass ich im Flugzeug Richtung Kuala Lumpur, Malaysia. Und weil ich schon einmal hierhin geflogen bin, ging diesmal alles viel einfacher, ich kannte die Zeiten, die Wege und wo man was bekommen kann (vor allem gutes Essen).

Um nicht zu viel vorweg zunehmen soll es fuer heute erstmal genug sein. Alles weitere werde ich in einzelnen Blogeintraegen noch niederschreiben.

Und natuerlich soll noch ein Blogeintrag ueber meinen ersten Trip nach KL folgen.

Fortsetzung folg iA….

Shop till you drop in Bandung !!!

18. Dezember 2008 von abuyahya06

….diesen Titel kann man wirklich wortwörtlich nehmen, wenn man in Bandung ist. Ich nenne diese Stadt auch Outlet City, die ca. 4 Stunden Busfahrt von BSD City entfernt ist. Die Busse müssen in der Regel vorher gebucht werden, so dass nicht sicher war, ob morgens um 9 Uhr am 22.November überhaupt ein Platz im Bus für mich frei war. Daher wurde mir gesagt ich solle warten und eventuell bestehe noch die Möglichkeit mitgenommen zu werden. Dazu muss erwähnt werden, dass die Busse maximal nur 20 Personen befördern, aber dafür stündlich abfahren. 

Als die Leute an der Bushaltestelle eintrudelten und auf den Bus gewartet haben, habe ich befürchtet, dass ich erst den nächsten Bus um 10 Uhr nehmen kann. Dem war aber nicht so. Karte gekauft, Sitzplatz Nr. 11 bekommen und nichts wie rein in den Bus. Innendrin war der Bus runtergekühlt wie in einem Gefrierschrank. An lange Sachen habe ich natürlich nicht gedacht, weil ich auf das warme Klima eingestellt war und nicht mit einem tiefgekühlten Reisebus gerechnet habe. Entgegen aller Behauptungen, dass die Fahrt nach Bandung lediglich 2 bis 3 Stunden dauert, haben wir tatsächlich 4 bis 5 Stunden gebraucht. Unterwegs konnte ich etwas von der schönen Landschaft Indonesiens sehen. Wir sind an zahlreichen Reisfeldern und Teeplantagen vorbeigefahren. Nur leider habe ich keine Fotos davon gemacht. InschaAllah beim nächsten Mal. 

Kurze Info zu Bandung: http://wikitravel.org/en/Bandung.

In Bandung angekommen, habe ich mir erstmal vorgenommen, die Einkaufstrassen aufzusuchen und in die Outlet Stores reinzugehen. Ich  musste mich von der Bushaltestelle auf eigene Faust per Minibus zu den besagten Strassen aufmachen, da ich nicht unnötiges Geld für ein Taxi ausgeben wollte. Nachdem ich mich herumgefragt habe, war es auch nicht so schwierig die Outlet Stores zu finden.

Konzentriert sind diese netten Stores in den Gegenden: Dago, Riau und Cihampelas. An den Strassen sind die Stores wie an der Perlenkette aneinander gereiht und für jeden Geschmack gibt es Designer Klamotten zu unschlagbaren güsntigen Preisen. Mein primäres Ziel war Kinderkleidung. Ich habe mir vorher natürlich feinsäuberlich eine Einkaufsliste angefertigt, so dass ich nicht spontan entscheiden musste was ich kaufen sollte. Auf der Liste standen Hemden (kurz/lang ärmelig), Polo Shirts, Hosen, Jacken, Pullover und und und. 

Bereits nach dem ersten Store habe ich große Augen bekommen wegen der riesigen Auswahl an Bekleidung. Es wäre sinnlos, alle Angebote aufzuzählen. Jedenfalls habe ich mein Plan aufgegeben noch am gleichen Tag wieder nach Hause zu fahren, da ich mir sicher war, dass ich das ganze Wochenende benötige für meine Einkäufe. Daher habe ich erstmal ein günstiges Hotel gesucht, welches nicht allzu weit von den Stores ist. Ich bin dann im Hotel Istana abgestiegen.

Den Samstag habe ich dann nur damit verbracht Preise zu vergleichen und die besten Stores auszusuchen. Aus diesem Grunde waren meine Einkäufe auf ein paar Hemden und Hosen beschränkt. Der große Shopping Day sollte der Sonntag sein. Gewappnet mit allen nötigen Informationen bin ich Sonntagmorgen früh aufgestanden, habe gefrühstückt und bin dann zu den Stores gegangen. Die erste Station hat mich zu einem Laden geführt in dem ich nur Pullover gekauft habe. Dann habe ich eine Menge Mädchenkleider in einem anderen Store gekauft. Dann wollte ich noch zur Cihampelas Strasse auch als Jeans Street bekannt. Allerdings war die etwas weiter weg, so dass ich in ein Taxi gestiegen bin was mich dort hin bringen sollte.

Die Jeansläden selbst waren nichts Besonderes, habe dort auch nur wenige Sachen eingekauft. Ich habe dann beschlossen in einem Laden in Dago den Haupteinkauf zu machen. Deshalb wieder ins Taxi und so schnell wie möglich in den Laden. Dort hat mich dann der Kaufwahn gepackt. Auf die Preise musste ich gar nicht mehr achten, weil es auf die ohnehin günstigen Preise nochmals 30 bis 50% Nachlass gab. Das ist dann so ausgeartet, dass ich nur noch nach den Sachen gegriffen habe, die mir gefallen haben und in die Einkaufstasche gelegt habe. Ich habe es geschafft 4 Angestellte gleichzeitig zu beschäftigen, die meine ganzen Einkaufstaschen getragen haben. Es sind insgesamt 5 bis nach oben hin vollgestopfte Taschen gewesen. 

Das gleiche Phänomen hat sich dann in einem anderen Laden wiederholt, nur diesmal habe ich nur einen Angestellten beschäftigt, der aber meine 3 Taschen getragen hat :) .

Übrigens vergisst man bei dieser Shopping Tour, dass man so etwas wie Hunger oder Durst hat. Ich habe morgens um 10 Uhr mit dem Einkaufen begonnen und erst gegen 17 Uhr habe ich alles erledigt, so dass ich völlig erschöpft zu KFC gegangen bin und meinen Hunger und Durst gestillt habe. 

Um 18.30 Uhr ging mein Bus dann wieder Richtung BSD City. Vollbepackt mit Einkaufstüten habe ich mich in den Bus gesetzt und war froh alles erledigt zu haben.

Das ist das Ergebnis meiner Einkaufstour:

dsc02191

Inzwischen sind es noch mehr Tüten geworden, weil ich nochmal in Bogor gewesen bin und dort spontan in ein Outlet Store gegangen bin. Aber dazu mehr in einem eigenen Blogeintrag….

Mehr Bilder habe ich nicht gemacht, weil ich einfach nicht dazu gekommen bin. Ich werde aber noch ein zweites Mal nach Bandung gehen, inschaAllah. 

 

Fortsetzung folgt iA……

Bogor die Erste

17. Dezember 2008 von abuyahya06

So, dann werde ich  mal einiges über Bogor berichten, soweit ich mich erinnern kann. Laut den geschossenen Bildern war ich am 15. November da. Es war auch nur für einen Tag. Nachdem ich mir von Adi erklären lassen habe, wie man dort hinfährt, habe ich morgens gegen 9 Uhr den Bus vom ITC genommen, der mich direkt nach Bogor bringen sollte. 

Informationen zu Bogor findet man hier: http://www.wikitravel.org/en/Bogor

Hauptgrund warum man nach Bogor fährt ist die schöne Parkanlage (Botanischer Garten) und wegen der frischen Luft. Der indonesische Präsident hat mitten in der Parkanlage seine Sommerresidenz. Wenn das Moloch Jakarta mal wieder zu anstrengend ist, so zieht es ihn zu seiner Residenz. (kann ich verstehen, aber mehr dazu in meinem Bericht über Jakarta) Die Fahrt hat ca. 2 Stunden gedauert und nicht wie andere Leute  mir erzählt haben 1 Stunde. 2 Stunden hört sich nicht sonderlich viel an, aber wenn man weiß wie das Fahren hier mit den öffentlichen Bussen ist, dann sind die 2 Stunden eine reine Tortur. Alles viel zu eng, die Leute quetschen sich aneinander und die Hitze ist kaum auszuhalten. Man schwitzt so sehr, dass die Kleidung an der Haut klebt. Für großgewachsene Europäer ist solch eine Art von Reisen nahezu ausgeschlossen. 

Genug der Beschwerden. Endlich angekommen, musste ich erstmal den Eingang des Parks finden. Gesucht gefunden. Hier einige Bilder:

dsc02170 dsc02142

dsc02147

Als ich so in den Parkanlagen rumspaziert bin ist mir eingefallen, dass ich noch nicht gebetet habe. Eine Moschee zu finden ist hier in Indonesien nicht schwer. Beinahe an jeder Ecke findet man eine kleine Moschee bzw. Musholla, die es sogar in fast jeder Mall gibt. Also bin ich dann hierhin gegegangen:

dsc02160

Danach habe ich auch die Präsidentenresidenz gefunden:

dsc02182

Ich bin ca. 2-3 Stunden in dem Park rumspaziert. Ist wirklich ein Besuch wert gewesen. Aber so ganz alleine macht es auch kein Spaß. Später hat es dann wieder einmal angefangen zu regnen, so dass ich in die nächstgelegene Mall gegangen bin.

Nach dem der Regen aufgehört hat, bin ich zum Bus gegangen und wieder nach Hause gefahren.

 

Fortsetzung folgt iA…..

Reisevorbereitung

28. Oktober 2008 von abuyahya06

Alle Vorbereitungen für meinen Aufenthalt in Indonesien sind getroffen.

 

Fortsetzung folgt iA…….

Ankunft in Indonesien

31. Oktober 2008 von abuyahya06

So der lange Flug ist geschafft. Im Flugzeug kaum geschlafen insgesamt drei Filme geschaut. Am Flughafen Soekarno Hatta ging eigentlich alles reibungslos bis auf ein Gepäckstück, das gefehlt hat. In dem waren meine ganzen Anzüge, Hemden, usw. drin. Deshalb zum Lost and Found und den Verlust gemeldet. Man versicherte mir, dass sie sich am Abend melden würden. Dann auf den Bruder Adi gewartet. Er ist Dozent an der Uni Serpong für Elektrotechnik, verheiratet und hat 3 Kinder. Wir sind mit dem Bus zu meinem Zimmer nach Anggrek Loka BSD City gefahren. Ist nur 5 Min. vom German Centre entfernt. Nachdem wir angekommen sind, habe ich sofort meine Sachen ins Zimmer gelegt und sind dann in einer dieser Malls gefahren, weil ich etwas für den nächsten Tag zum Anziehen brauchte. Zuerst wollte ich einen komplett neuen Anzug kaufen, habe mich dann aber um entschieden, so dass es nur ein Hemd und eine Krawatte sein sollte. 

Später haben mich die Leute vom Lost and Found wegen der Tasche angerufen. Sie waren bereits unterwegs, um mir meine verlorene Tasche zu bringen. Alhamdulillah.

So das war es ersteinmal von heute.

Fortsetzung folgt iA…..

2. Tag

31. Oktober 2008 von abuyahya06

Heute ist Freitag. D.h. Jumah Prayers ist angesagt. Habe recht lange geschlafen bis 11.00 Uhr. Liegt wohl am „Jetlag“ ;) Habe erstmal schön geduscht und danach kurz was gefrühstückt 2 Scheiben Toastbrot mit Tee. Dann hat mich der Bruder Mul abgeholt. Er wollte mich zur Moschee Al Azhar bringen. Dort befindet sich auch eine Grundschule. In der Moschee waren schon die ganzen Schüler, die zur Gebetszeit ihre Pause hatten. Nach Jumah hat mich Mul in ein Restaurant gebracht. Wußte zuerst nicht was es überhaupt zu Essen gab, bis die Kellner ein Haufen Teller gebracht haben. Es wurde alles mögliche serviert. Fisch in verschiedensten Variationen. Gebraten, mit Curry, und und und. Das gleiche mit Huhn. Und was natürlich nicht fehlen darf ist Nasi (REIS). Ich habe mich erstmal zurückgehalten, weil ich nicht wußte was das alles ist. Tintenfisch in Curry gab es auch noch. Dann habe ich etwas weißes weiches in curry gesehen. Dachte mir zuerst es sei Hühnchenbrust oder sowas. Auf meinen Teller gelegt und ein kleines winziges Stück probiert, habe ich schnell gemerkt und gesehen das, dass was auf meinem Teller liegt nicht Hühnchenbrust ist, sondern GEHIRN. Mir wurde fast übel. Deshalb habe ich mich schön auf den Reis beschränkt mit etwas eingelegten Gemüse (Tursu artig).

Hier ein Bild vom Restaurant:

 

Von diesen Schock erholt, nach Hause gefahren, dort geduscht und ab zum German Centre. Vorstellung bei meinem künftigen Chef Dr. Wagenknecht, ein deutscher Rechtsanwalt, verheiratet mit einer Indonesierin und hat ein Kind. Er hat erst an diesem Mittwoch erfahren, dass ich die nächsten 3 Monate meine Anwaltsstation hier verbringe. Er ist erst seit September in Indonesien und kennt sich hier in BSD City auch noch nicht so gut aus. Er hat sich richtig gefreut, dass ein weiterer deutscher Jurist hier arbeiten wird, weil es wohl jede Menge Arbeit gibt. Viele Gesellschaftsgründungen hier in Indo von deutschen Unternehmen, die auf die rechtliche Beratung angewiesen sind. Arbeitszeiten sind von 9 Uhr morgens bis 17.30 Uhr jenachdem wieviel zu tun ist. Montag geht es also los, inschaAllah.

Ein Bild von dem Haus in dem sich mein Zimmer befindet:

Nach dem Vorstellungsgespräch bin ich nach Hause gegangen, um mich umzuziehen. Dann mit dem Minibus in das ITC, eine der vielen Malls. Dort bin ich etwas rumspaziert, geschaut was es so alles gibt und dann weiter ins nächste Mall BSD Plaza, etwas kleiner. Dort habe ich mir dann Mangos und etwas zu trinken gekauft und weniger später saß ich oben in einem Food Parlour wo es verschiedene Sachen zu Essen und Trinken gab. Ich habe Mie Goreng mit Ayam Goreng (Bratnudeln mit fritierter Hühnerbrust) gegessen und einen Coco Ananas Shake getrunken. 

Hier ein Bild davon:

Nach dieser Stärkung bin ich wieder nach Hause gefahren. 

So, das war mein 2. Tag. Mal sehen was ich dieses Wochenende mache. Vielleicht fahre ich mal nach Jakarta rein.

Der Verkehr hier ist katastrophal, wohl eine Sache an die man sich gewöhnen muss. Und natürlich gewöhnungsbedürftig ist das Klima hier. Draussen brüllende Hitze und in den Malls klimatisiert als wenn man in einem Kühlschrank sitzt.

Fortsetzung folgt iA…..

3.Tag

1. November 2008 von abuyahya06

Heute ist Samstag der 1. Nov. 2008. Habe es geschafft bereits um 9 Uhr aufzustehen. Schnell unter die Dusche gesprungen und dann etwas gefrühstückt. Aber nicht zu Hause, sondern draussen, weil die Maids an den Wochenenden kein Frühstück machen, egal. Also bin ich zu Fuß zum German Centre, wo auch die ganzen Minibusse Richtung Malls fahren. In einer dieser Minibusse eingestiegen und paar Minuten später am ITC Mall ausgestiegen. Es war ca. 10 Uhr und die Läden haben gerade erst aufgemacht einige waren noch geschlossen. Nachdem ich etwas in der Mall spazieren gegangen bin, saß ich auch bereits oben im Food Parlour. Dort hatte ich die Wahl zwischen KFC, CFC, McDonalds, HOKA HOKA oder wie das heißt, jedenfalls waren es nur Fast Food Restaurants. Diesmal hatte ich aber leider meine ganzen Sachen vergessen, wie zB. Kauderwelsch, Fotoapparat, so dass ich mich weder richtig unterhalten noch fotografieren konnte. Ich wollte aber nicht deshalb wieder extra nach Hause, weil die Straßen immer voller wurden und die Fahrerei eine Ewigkeit gedauert hätte.

Da saß ich nun bei KFC und habe mir während meines Frühstücks (Reis mit Hühnerbein und Eistee) überlegt wohin ich fahren sollte. Jakarta oder Tangerang ? Den Weg nach Jakarta musste ich mir noch von dem Bruder Adi erklären lassen, so dass ich mich schnell für Tangerang entschied. Auf der Fahrt dorthin konnte ich wenigstens noch sehen wo die ganzen Malls stehen. Giant, Hypermart, Serpong Plaza und Serpong Towers sind einige Malls, die ich auf der Hinfahrt sehen konnte. Noch gar nicht in Tangerang angekommen, habe ich auf der Gegenfahrbahn bemerkt wie sich der Verkehr mehr und mehr staute. „Das wird schon wieder“ habe ich mir gedacht, allerdings staute sich der Verkehr nun auf unserer Seite, so dass wir nur mit Mühe weiter voran kamen. Deshalb habe nach der nächstbesten Gelegenheit gesucht um auszusteigen, weil es im Minibus immer wärmer wurde. 

Bin dann irgendwo an einer Pfandfinderschule ausgestiegen. Habe ich daran erkannt, dass die ganzen Kinder die dort rumgelaufen sind entsprechend gekleidet waren. 

Ganz nebenbei habe ich gesehen, dass der Minibus nicht nach Tangerang, sondern irgend woanders hingefahren ist, so dass ich mich auf klassischer Weise verlaufen habe.

Noch während ich diese Zeilen geschrieben habe, hat es an der Tür geklopft und wer ist da? Der Brudi Adi. Er hat auf seinem Rückweg nach Hause noch hier vorbei geschaut. Mehr dazu schreibe ich gleich….

Ist aber kein Problem gewesen, weil ich einfach den Weg zurückgenommen habe, den ich auch gekommen bin. Also wieder rein in ein Minibus und ab Richtung BSD City. 

Leider kam jetzt noch das größte Übel. Der kilometerlange Stau. Wäre der Fahrer ganz „normal“ gefahren, dann hätte es bestimmt noch viel länger gedauert. So haben wir mit seinem Fahrstil, dh. einfach ganz links auf den Bürgersteig fahrend und jede sich ergebende Lücke nehmend, insgesamt 2 Stunden gebraucht, um da wieder rauszufahren. Wärenddessen lief mir der Schweiß von der Stirn und das T-Shirt war durchnässt. Nicht weil ich Angst hatte wegen des Fahrstils, sondern vielmehr die unendliche Hitze in diesem Minibus und das enge Sitzen waren der Grund dafür.

Diesmal wollte ich in einer dieser Malls, die ich auf der Hinfahrt gesehen habe und beten musste ich auch noch. Daher eine Mall genommen wo auch eine Moschee stand. Die Mall hieß Hypermart. Wieder so eine große Mall vergleichbar mit der ITC Mall. An den Namen der gegenüberliegenden Moschee kann ich mich leider nicht mehr erinnern. :( Nichts desto trotz bin ich etwas in der Mall spazieren gegangen und habe nichts aussergewöhnliches entdeckt. Habe festgestellt, dass hier eine Unmenge von Schuhe verkauft werden und diese ganzen Batik Hemden. Das sind diese traditionellen bunt gemusterten Hemden aus leichtem Stoff. Die gibt es sowohl für Männer als auch für Frauen. Bei Gelegenheit werde ich diese mal fotografieren. 

Bin von der Mall aus weitergefahren Richtung BSD City, um dann später in der BSD Plaza mittag zu essen. Es gab Nasi Goreng Special mit einem Mixed Fruit Cocktail (hauptsächlich Mango). Danach bin ich dann weitergefahren bis zur ITC Mall. Ich war immer noch auf der Suche nach passenden Sandalen bzw. Latschen. (hatte meine leider vergessen) Es stimmt, die Indonesier verkaufen hier nur Kleider- und Schuhgrößen, die hier durchschnittlich sind. Für Männer heißt es: Schuhgröße meistens nur 38-40 erhältlich. So ein Pech, wenn man so große Füße hat wie ich. Obwohl ich mit Größe 42 immer angenommen hatte dies sei normal. Nicht so in Indonesien. Also nach langem Suchen habe ich welche in meiner Größe gefunden. Kosten: 4 €. Nicht gerade billig aber dafür qualitativ. 

Die Zeit rannte wie im Fluge, so dass es bereits 16:30 Uhr war und ich mich langsam auf den Heimweg gemacht habe. (Im Dunkeln gehe ich nicht spazieren bzw. den Weg vom German Centre bis zu meinem Zimmer, weil dort immer komische Gestalten rumhängen)

So, nun zu der Geschichte mit dem Bruder Adi. Er hat hier also angeklopft, während ich dieses Blog aktualisieren wollte. Haben uns begrüßt und saßen zusammen im Zimmer. Er wollte mit mir etwas essen gehen. Ich habe natürlich nicht nein gesagt, zumal ich dann auch mal wieder abends rausgehen konnte. Er hat mich nach einem besonderem Wunsch gefragt was ich denn gerne essen würde. Mir viel nur Nasi Goreng ein. :) Und schon haben wir uns auf das Motorrad geschwungen und sind Richtung BSD Plaza gefahren. 

Hier ein Bild vom Essen: 

Das war am BSD Plaza. Dazu gab es noch einen Orangensaft. Danach sind wir wieder nach Hause gefahren.

Morgen soll es dann nach Jakarta gehen. Adi will auch mitkommen, was auch besser für mich ist, da der von ihm beschriebene Weg etwas komplizierter zu sein schein mag. Ich freue mich jedenfalls auf eine Begleitung. Um 8 Uhr morgens soll es los gehen. Wegen des Staus. So komme ich wenigstens früher aus dem Bett und habe mehr vom Tage. Der „Jetlag“ wäre damit überwunden. :)

Fortsetzung folgt iA………

4. Tag

2. November 2008 von abuyahya06

Heute sollte es nach Jakarta gehen. Da der Bruder Adi schon wieder früh nach BSD City zurück musste, sind wir schon morgens um 8 Uhr losgefahren. Dadurch konnten wir auch den Stau entgehen. Ich habe letzte Nacht leider nicht so gut geschlafen. Das Essen bekommt mir wohl doch nicht so gut wie ich es mir gedacht habe. Jedenfalls bin ich bereits um 6:30 Uhr aufgestanden, weil sich mein Magen meldete. Durchfall. Aber ein sehr akuter. Kurz darauf hat sich meine Übelkeit in Erbrechen umgewandelt. Das sollte mich aber alles nicht von der Fahrt nach Jakarta abhalten.

Pünktlich um 8 Uhr stand Adi vor der Tür. Habe ich eigentlich erwähnt, dass wir mit dem Motorrad nach Jakarata wollten? Auf der Hinfahrt haben wir noch zwei andere Brüder abgeholt, damit wir etwas Begleitung dabei hatten.

Hier in dieser idyllischen Ortschaft in Serpong leben sie: (abgebildet sind eine Dorfmoschee und einige Palmen) 

Und auf der Fahrt habe ich natürlich noch einige Fotos geschossen.

 

Wir haben zuerst den Monas besucht. Etwas kulturelles muss ja sein. Dann sind wir auch schon zur Moschee gefahren. Heute war es mal wieder richtig heiß. Auf dem Platz vor dem Monas konnte man sich nicht lange aufhalten, weil die Sonne zur Mittagszeit einfach zu stark war.

Ein paar Bilder:

 

 

Wir haben uns nicht lange in Jakarta aufgehalten, weil Adi schon wieder zurück musste. Wenigstens habe ich so schonmal einen ersten Eindruck erhalten. Das nächste Mal werde ich iA. mit dem Bus nach Jakarta fahren, um auch etwas mehr Zeit für andere Sachen zu haben. Die ganzen Märkte drumherum konnten wir wegen Zeitmangels leider nicht mehr besuchen. Hin- und Rückfahrt haben insgesamt 2 Stunden in Anspruch genommen. Obwohl wir mit Motorrad gefahren sind, soll es wohl richtig schnell gewesen sein. 

Wieder in Serpong angekommen haben wir noch schnell etwas gegessen. Danach hat mich Adi nach Hause gebracht. Es war ca. 15 Uhr und ich totmüde, so dass ich mich erstmal geschlafen habe. Lag wohl daran, dass ich durch den Durchfall etwas geschwächt war. 

Morgen ist mein erster Arbeitstag. Um 9 Uhr soll ich da sein. Dann wird wohl erstmal eine kleine Vorstellungsrunde mit den Mitarbeitern stattfinden und schon geht es zur Sache. Mehr berichte ich morgen iA.

 

Fortsetzung folgt iA…..

Arbeitsbeginn 5. und 6. Tag

4. November 2008 von abuyahya06

Nachdem ich gestern zu müde gewesen bin, um noch etwas zu schreiben kommt nun eine kleine Aktualisierung. Am Montagmorgen war ich pünktlich um 9 Uhr im Büro. Wohl etwas zu pünktlich gewesen, weil mein Chef noch nicht da war. Habe also kurz gewartet und schon ging es los. Erstmal gab es eine kleine Vorstellungsrunde an alle Mitarbeiter des Büros. Von den ca. 30 Mitarbeitern sind nur 2 Juristen in dem Büro beschäftigt. Die anderen gehören entweder zum Tax oder Audit Team. Dann wurde mir mein Arbeitsplatz gezeigt. Ein geräumiges Büro welches ich mir mit anderen Kollegen teile. Anfangs gab es einige Probleme mit meinem wichtigsten Arbeitsmaterial, ein Computer. Dieser musste für mich noch eingerichtet werden, so dass ich mich zunächst an meinen Schreibtisch hingesetzt habe und schon mal schriftlich mit meinen Aufgaben angefangen habe.

Apropos Aufgaben. Davon habe ich jede Menge bekommen. Und die Deadline dafür war jeweils Ende der Woche. Daher musste ich recht zügig und konzentriert arbeiten. Mittlerweile hatte ich auch ein Notebook bekommen, so dass ich nur noch meinen Emailaccount einrichten musste und mich voll ganz der Arbeit widmen konnte. 

Ich war am Montag ca. bis 17:30 Uhr im Büro. Bin dann nach Hause gegangen und war erschöpft.

 

Heute morgen um 7 Uhr aufgestanden, geduscht und schnell etwas gefrühstückt. Es gab Nasi Goreng. Alhamdulillah, meinem Magen geht es besser. Dann bin ich zur Arbeit gegangen und war pünktlich im Büro. Die erste Nachricht von meinem Chef war, dass wir von der Aussenhandelskammer zu einem monatlichen get together eingeladen wurden. Da treffen sich die Mitglieder der Kammer, unterhalten sich und nutzen diese Treffen für eine Geschäftsanbahnung. Für das leibliche Wohl wird selbstverständlich gesorgt.  Wenn ich Lust habe könne ich gerne mitkommen, sagte er mir. Ohne zu zögern habe ich zugesagt. 

Das war doch mal ein guter Start, so dass ich mich gleich mit Freude an die Arbeit gemacht habe. Und ehe ich mich versehen habe, war es schon Mittagszeit. Ich bin dann gemeinsam mit meinen Chef in die Mensa der Swiss-German University (SGU) gegangen. Es gab Reis mit Nudeln und dazu etwas Fleisch. 

Danach haben wir uns wieder auf ins Büro gemacht. Es waren noch viele Aufgaben zu erledigen. Wenig später konnte ich auch schon mein erstes Erfolgserlebnis verzeichnen. Mein Chef war sehr zufrieden mit meiner abgegebenen Arbeit und wollte diese ohne viel zu ändern weiterverarbeiten.

Da das Treffen der Aussenhandelskammer in einem Nobelhotel in Jakarta stattfinden sollte, mussten wir uns rechtzeitig auf den Weg machen. Pünktlich um 17:15 Uhr sind wir dann ins Taxi eingestiegen und haben uns auf die mindestens 1 stündige Fahrt nach Jakarta eingestellt. Warum braucht man für ca. 30 km eine Stunde mag man sich nun fragen. Na klar, wegen des Staus, der hier in Jakarta unvergleichlich ist. Es fing auch noch sehr stark zu regnen an, so dass wir eine längere Fahrtzeit befürchten mussten.

Nach einer halsbrecherischen Fahrt, sind wir dann doch unbeschadet am Hotel angekommen. Das Treffen fand in einem Bistro des Hotels statt. Es hatten sich bereits zahlreiche Gäste eingetroffen. Darunter u.a. der Vertreter der deutschen Botschaft und andere Vertreter von namenhaften deutschen Wirtschaftsunternehmen. So leicht lernt man im Ausland also ranghohe Personen kennen, habe ich mir gedacht. Und das hat sich letztendlich auch bestätigt. Völlig frei von Hemmungen hat man sich in lockerer Atmosphäre unterhalten können. Es wurden dabei natürlich Visitenkarten ausgetauscht. Pech nur, dass meine noch im Druck waren. So musste ich mich meine Gesprächspartner damit trösten, dass ich erst gestern neu angefangen habe und ihnen meine Visitenkarte alsbald nachreichen werde.

Am Ende des abends hatte ich dann ein paar Visitenkarten. Nicht schlecht für den Anfang. Gegen 21 Uhr haben wir uns dann wieder auf den Rückweg gemacht. 

Zu Hause angekommen, habe ich mich schnell umgezogen und an den Blog gemacht.

(Obwohl ich eigentlich nichts schreiben wollte.)

 

Fortsetzung folgt iA……

7. und 8. Tag

6. November 2008 von abuyahya06

So heute am Donnerstag habe ich mich mal wieder entschieden etwas zu schreiben. Mir ist gerade aufgefallen wie schön es ist an einer „normalen“ Tastatur zu tippen. Im Büro arbeite ich mit einem Notebook mit einer englischen Tastatur, was dem zügigen Arbeiten nicht gerade fördert.
Naja muss man mit leben. Was habe ich denn so die letzten beiden Tage erlebt? Eigentlich ist mein Tagesablauf fast immer gleich. Morgens um ca. 8 Uhr aufstehen, duschen, frühstücken und dann zur Arbeit. Abends gegen 18 Uhr bin ich dann wieder zu Hause.

Eigentlich wollte ich abends nicht mehr rausgehen, weil es dann schon dunkel ist. Grund hatte ich glaube ich schonmal erwähnt. Gestern habe ich mit diesen Prinzip gebrochen. Ich habe nämlich meinen Kollegen gefragt, ob es hier in der Umgebung kriminell ist bzw. was das hier für Typen sind, die hier abends immer rumstehen. Als er mir gesagt hat, dass es hier eine ganz ruhige Gegend ist und man nichts zu befürchten braucht, weil die meisten Anwohner hier im German Centre entweder als Hausangestellte oder Security arbeiten, war das doch mal eine erfreuliche Nachricht. Darum habe ich beschlossen nach der Arbeit mal in eine Mall zu gehen. Außerdem musste ich ja noch etwas essen. Also bin ich gestern von der Arbeit nach Hause gegangen, dort habe ich mich umgezogen, gebetet und dann wieder Richtung German Centre gegangen und mit dem Minibus zum ITC Mall gefahren.

Im ITC bin ich etwas rumgeschlendert. Oben im Food Parlour habe ich Nasi Goreng gegessen. Danach bin ich in den Supermarkt (Carrefoure) gegangen und habe mir Bananen gekauft. Bei dieser Gelegenheit habe ich mich etwas länger in der Obst- und Gemüseabteilung aufgehalten, weil ich sehen wollte was alles so angeboten wird. Melonen, Orangen, Erdbeeren, Mangos, Papaya und Durian. Letzteres ist eine Frucht, die wir auch bereits in China gesehen haben. Hier ein Link: http:www.wikipedia.org/wiki/Durian, damit Du weißt wovon ich spreche, Ayse.
Sonst gibt es alles was es bei uns auch so gibt.
Mir fehlen aber so einige Milchprodukte wie zb. Joghurt oder einfach nur Milch. Hier ist die Milch meist aus Milchpulver hergestellt. Ist also nicht das Wahre und in Zeiten von vergifteten chinesischen Melanin auch nicht empfehlenswert.

Heute auf der Arbeit bin ich wie gewohnt meinen Aufgaben nachgegangen. Ich bin übrigens mit meinen Aufgaben, die bis Ende der Woche erledigt werden sollten, fertig geworden. Es mussten heute noch einige Details ausgearbeitet werden, weil doch ein Kollege heute mit einem Stapel neuer Gesetze angekommen ist, die für meinen Fall enorm wichtig waren. Ich hatte vorher leider nur einen älteren Gesetzestext, habe mich aber die ganze Zeit gefragt, ob es nicht bereits etwas neues gibt, weil ich in mehreren Artikeln davon gelesen habe. Nur ist der Kollege erst heute damit angekommen. Macht nichts, habe dann meinen Fall dementsprechend bearbeitet. Mein Chef hat das mitbekommen und war nicht gerade erfreut, dass der Kollege erst so spät die Sachen herausgegeben hat. Er hatte wohl vorher schon mal gefragt, ob es für diesen Fall neue Gesetze gibt.

Sonst herrscht seit Tagen im Büro schon knisternde Spannung, weil der Senior Chief mit der Koordinationsleiterin für den Bereich Legal aus Deutschland in unser Büro kommt. Sie wollen eigentlich in das Büro nach Hong Kong, haben sich dann aber kurzer Hand entschieden auf den Weg dorthin das Jakarta Büro zu besuchen. Daher bleibt der „hohe“ Besuch auch nur für ein paar Stunden. Während sich hier alle fragen, was denen geboten werden soll, ob zB ein Besuch mit dem indonesischen Botschafter arrangiert werden soll, hat mein Chef mir in der Mittagspause beim Essen gesagt, dass die einfach nur etwas „unterhalten“ werden wollen. Sprich zeigen, dass das Büro gute Arbeit leistet usw. und sofort.

Naja, vielleicht sind das halt die kulturellen Unterschiede. Der Deutsche nimmt so ein Besuch trocken zur Kenntnis und der Indonesier sieht zu, dass er seinen Gast gut behandelt. Vielleicht ist ein Botschafterbesuch etwas zu viel des Guten, aber die Absicht dahinter läßt doch nur etwas nettes erahnen.

Was gibt es sonst noch? Ach ja, Obama. Das war hier auch ein Thema. Den Indos scheint es wohl auch egal zu sein. Heute habe ich mich mit meinen Kollegen Nazaro darüber unterhalten. Nazaro ist ein frischer Uniabsolvent. Hat im September hier als Buchhalter angefangen. Er spricht ganz gut Englisch, so dass ich mich mit ihm die meiste Zeit unterhalte. Er wohnt nicht weit von mir entfernt. An den Wochenenden fährt er wohl immer nach Jakarta zu seinen Eltern. Er spielt schon seit Längerem mit dem Gedanken nach Deutschland zu gehen und dort zu arbeiten. Daher hat er mich schon bestimmt zum dritten Mal darauf angesprochen, ob es für ihn in Deutschland Chancen geben würde. Ich wusste nicht so recht wie ich darauf antworten sollte. Ich kann es ja verstehen, wenn man hier aus Indonesien rausmöchte, weil hier die Arbeitsaussichten nicht die besten sind. Aber sind sie in Deutschland denn besser?
Er hat wohl die Möglichkeit nach Malaysia zu gehen, aber dort will er auch nicht hin. Naja, gewundert habe mich schon. Vielleicht sollte er erstmal im Büro gute Arbeit leisten und sich somit empfehlen. Aber sonst ist Nazaro eigentlich ein ganz netter.

Es gibt auch Neuigkeiten von der Wetterfront. Schon morgens um 9 Uhr ist es recht warm, dafür regnet es aber nachmittags. Ich habe mir einen Regenschirm gekauft, damit ich nicht böse überrascht werde, wenn ich abends nach Hause gehen will. Hier regnet es immer wie aus Eimern, so dass ich plitsch platsch nass zu Hause ankommen würde.

So, genug geschrieben. Du hast dafür jede Menge zum Lesen gehabt.

Fortsetzung folgt iA……

9., 10. und 11. Tag

9. November 2008 von abuyahya06

Heute ist Sonntag der 9.11.08. Ich weiß, schon langes nichts mehr geschrieben. Das will ich nun nachholen und versuchen von Freitag anzufangen, soweit ich mich noch erinnern kann.

Abgesehen davon, dass freitags im German Centre im 7. Stock das Jumah Gebet verrichtet wird, habe ich nicht viel erlebt an diesen Tag. Ist schon interessant wieviele Leute dort beten. Das sehe ich auch zu den normalen Gebetszeiten. Die kleine Moschee im 2. Stock ist immer voll, so dass draussen Leute warten müssen, um beten zu können. Abends bin ich dann wie gewohnt nach der Arbeit nach Hause gegangen, habe mich dort schnell umgezogen und bin dann ins ITC, um dort etwas zu essen.

Samstag habe ich schon weitaus mehr erlebt als tagszuvor. Ich bin in aller Frühe mit den TransBSD Bus nach Jakarta gefahren. Wollte mal sehen was es alles in Jakarta so gibt. Bereits um 8 Uhr stand ich an der Bushaltestelle. Ca. 30 Min. später kam der Bus und es ging los Richtung Jakarta. Ziel war die Haltestelle Pasar Baru mit dem gleichnamigen Markt. Nur leider war zu der Zeit noch nicht viel los, als ich am Pasar Baru angekommen bin, es war schon 10 Uhr. Dann habe ich mich zu Fuß auf den Weg Richtung Istiqlal Moschee gemacht. Ich habe in den Reisführern gelesen man könne u.a. wegen der Hitze nicht zu Fuß gehen. Davon wollte ich mich selber überzeugen und sehen ob diese Ratschläge ernst genommen werden können. Also bin ich weiter durch Jakarta rumspaziert.

An der Moschee angekommen, habe ich einen Menschenauflauf erlebt. Es standen unzählige Busse auf den Moscheeparkplatz und die Menschen, die zur Moschee wollten waren alles weiß angezogen. Den Grund dafür habe ich leider nicht herausgefunden. Die Jugendlichen, die aus der Moschee kamen waren ebenfalls weiß gekleidet. Es hat sich bei ihnen aber um Schüler der Madrasah gehandelt und die weiße Kleidung war deren Uniform. In Indonesien gibt es Uniformpflicht für die Schüler, so auch in den Madrasahs.

Dann bin ich weiter Richtung Thamrin Strasse, dort stehen viele Botschaften und Banken. Daher waren natürlich auch vernünftige Fußgängerwege vorhanden, so dass man nicht immer halb auf der Strasse gehen musste. Unterwegs habe ich eine Moschee von weitem gesehen mit einer schönen blauen Kuppel. Also wollte ich dorthin und habe die Thamrin Strasse verlassen. Dumm nur, dass die Moschee nicht öffentlich zugänglich war, weil sie auf dem Gelände der National Bank of Indonesia stand. Ich habe erfahren, dass diese Moschee nur für die Mitarbeiter gebaut wurde. Pech für mich. Da stand ich also irgendwo und wusste nicht so recht wohin. Deshalb bin ich einfach weitergegangen bis ich auf ein riesiges grünes Gebäude stieß. Hier ein Bild: 

dsc02102

Und da am Eingang so viele Menschen rumgeschwirrt sind, wurde ich doch gleich neugierig und bin reingegangen.

Ich habe sehr schnell erkannt, dass dies ein großes Einkaufshaus ist, in dem sowohl Wholesale als auch Retailgeschäfte betrieben werden. Knapp 12 Stockwerke und in jedem gab es Kleidung in Hülle und Fülle. Es gab einfach alles an Kleidung was man sich vorstellen kann. Für Herren, Frauen und Kinder. Und natürlich Accessoires, dh. Handtaschen, Koffer usw. Ich bin dann erstmal eine Weile in den Stockwerken rumgelaufen. Habe aber eigentlich nach Kinderkleidung ausschau gehalten. Problem war nur, dass dort nichts geordnet war in Herren- Frauen- oder Kinderabteilung. Und jeder Stand glich dem anderen. Das hat die Suche natürlich erschwert. 

Ich habe einfach den Überblick über das Ganze verloren, so dass ich mich ins oberste Stockwerk begeben habe, (Food Parlour) um etwas zu essen – Gegrilltes Hähnchenbein mit Reis und Hühnernudelsuppe-

auf Indo: Ayam Bakar, Nasi Putih und Sop Ayam.

Diese Stärkung hatte gutgetan. Daher habe ich mich auf zum anderen Teil des Einkaufhauses gemacht. Ein weiteres 12 stöckiges Gebäude und drinnen das gleiche Bild. Also habe ich mir gedacht, dass ich ein anderes Mal nochmal hierherkommen werde und ich noch andere Sachen sehen wollte. Mein Orientierungssinn scheint auch hier in dem Gewühl von Jakarta recht gut zu funktionieren, alhamdulillah. Da ich wieder Richtung Thamrin Strasse wollte, habe ich einfach die gleiche Himmelsrichtung genommen aus der ich gekommen bin. Dies hat mich durch die Walid Hasyim Strasse zur Thamrin gebracht. Ich wollte zum berühmten Hotel Indonesia mit einem öffentlich Swimming Pool, natürlich wollte ich nicht reingehen. Da aber viele Reiseführer davon berichtet haben, wollte ich mir ein eigenes Bild davon machen. Es sollte sich gegenüber dem Gebäude der deutschen Bank befinden. Dort fand ich allerdings nur das Grand Hyatt. Ich habe es partout nicht gefunden, so dass ich einfach die Strasse Richtung Plaza Indonesia genommen habe und auf das große Kaufhaus Jakarta gestoßen bin. 

Hier ein Bild: 

dsc02106

Innen gab es nichts Besonderes. Deshalb wollte ich so schnell wie möglich raus. Diesmal wollte ich wieder zur Istiqlal Moschee, da ich noch nicht gebetet hatte. Allerdings taten mir die Füße und Beine weh, so dass ich eines dieser Bajaj genommen habe. 

Kurze Zeit später war ich da, habe schnell wudu gemacht und habe gebetet. Es war mittlerweile 14.30 Uhr, so dass ich nicht mehr viel unternehmen konnte, weil der Bus nach Serpong um 16.30 losfuhr. 

Aber die Surabaya Strasse wollte ich noch sehen, weil es dort viele Antiquitäten gab und vielleicht Souvenire kaufen konnte. Und weil mir immer noch nicht zu Laufen zu mute war, habe ich ein Ojek genommen. Das sind diese Motorräder, die einem in Windeseile zum Ziel bringen.

Jedoch hat sich schnell herausgestellt, dass die angepriesenen Antiquitäten in der Surabaya Strasse alles irgendwelche Statuen waren. Ausserdem war es ein typischer Touriort mit entsprechend überhöhten Preisen.

Hier ein paar Eindrücke:

dsc02113

dsc02114

dsc02118

Danach bin ich zur Bushaltestelle zurückgegangen. Mein Bus nach BSD City fuhr in knapp einer halben Stunde, so dass ich etwas zügiger gehen musste. Ein Ojek wollte ich nicht nehmen, weil ich noch etwas von der Gegend sehen wollte.

Unterwegs habe ich noch das Planetarium fotografiert:

dsc02121

Ich habe es noch rechtzeitig zur Bushaltestelle geschafft. Im Bus bin ich so müde gewesen, dass ich gleich eingeschlafen bin. In BSD City hat man meine Haltestelle nicht ausgerufen. Und da ich immer noch am schlafen war, habe ich leider zu spät gemerkt, dass wir an meiner Haltestelle vorbei gefahren sind. Daher musste ich die nächstbeste Haltestelle nehmen. Allerdings befand sich diese auf einem ganz anderen Strasse. Alhamdulillah, bin ich schon mal dort gewesen, so dass ich gleich wusste wo ich langgehen musste, denn zurück zur Haltestelle war es zu weit. Also beschloss ich zu Fuß nach Hause  zu gehen. Nur zu dumm, dass es in diesem Augenblick angefangen hat zu regnen, wenn auch nur wenig. Daher hielt mein Regenschirm den Tropfen noch stand. All zu weit durfte der Weg aber nicht sein, dachte ich mir, weil der Regen immer stärker wurde und mein Schirm immer klappriger. Es fing dann auch noch an, zu wehen. Mein Schirm hatte die Windstöße mit ständigen Umklappen aufgenommen. Dass ich dabei nass wurde war noch nicht schlimm. Es kam noch hinzu, dass der Weg doch länger wurde und der Regen immer stärker -wir erinnern uns an Hong Kong - 

Als ich zu Hause angekommen bin war ich total nass, mein Regenschirm hinüber und eine schöne Dusche willkommen.

Der Bruder Adi wollte noch im Laufe des abends kommen, habe aber angenommen, dass dies mit dem starken Regen draussen hinfällig wird. Doch ca. gegen 19.30 Uhr stand dann ein nasser Adi vor meiner Tür. Er war zwar nicht so nass gewesen wie ich, aber der Regen hat ihn offensichtlich auf seinem Motorrad nicht verschont. Als der Regen nachgelassen hatte, sind wir noch zusammen etwas essen gegangen. Es gab leckeren Tongseng mit Reis, dh. Rindfleischstücke in Kokosnusswasser gekocht. Und dazu gab es ein Avokadosaft. Danach haben wir uns noch auf die Suche nach Pisang Goreng (fritierte Bananen) gemacht. Schmeckt einfach köstlich. 

 

Heute am Sonntag wollte ich es etwas lockerer angehen. Mir taten meine Beine und Füße zwar nicht mehr weh, aber der Spaziergang in Jakarta hat Spuren hinterlassen, Blasen unter den Füßen. 

Ich wollte heute mal schwimmen gehen. Gegen 11.30 Uhr bin ich dann losgegangen. Der Swimming Pool befindet sich bei den Golfanlagen nicht weit von der BSD Junction, so dass ich mit den Minibus bis dahin gefahren bin und den Rest zu Fuß gegangen bin. 

Unterwegs sah die Landschaft so schön aus und habe davon ein paar Bilder geschossen:

 

dsc02132

dsc021392

Die Strasse war so schön leer, dass auch einige Ziegen am Wegesrand rumgegrasst haben:

dsc02130

 

Der Weg war nicht allzu lang, so dass ich in ca. 10  Min. am Swimming Pool war:

dsc02135

 

Ausser ein paar spielende Kinder war keiner da. Lag wohl am Eintrittspreis. 2 € pro Tag. Dort habe ich mich etwa bis um 14.30 Uhr aufgehalten. Danach bin ich ins BSD Plaza, um dort zu essen. Diesmal gab es Sate Ayam, gegrillte Hähnchenspiesse. 

Nach dem Essen bin ich nach Tangerang gefahren, wollte mal schauen, ob es in den Malls dort etwas Besonderes gibt. Negativ. Also wieder Richtung Serpong ins ITC. Dort habe ich dann einige Bilder mit der Handykamera gemacht, die ich Dir vorhin zugeschickt habe. Jetzt kannst Du dir aussuchen was davon gut ist. 

Daraufhin musste ich nach Hause, um mich mit meinem Vermieter zu treffen. Der wollte noch die Monatsmiete kassieren. Leider ist er nicht auf eine Verhandlung eingegangen.

So, das war eine kleine Zusammenfassung der letzten 3 Tage.

Morgen gehts wieder zur Arbeit. 

 

Fortsetzung folgt iA…..

Halbzeit in Indonesien

16. Dezember 2008 von abuyahya06

Es ist schon wirklich lange her als ich das letzte mal hier etwas gebloggt habe. Es gab viele Gründe dafür, warum ich das Schreiben hier vernachlässigt habe. Diese sind: nichts Neues erlebt, Alltagsstress, aber vor allem FAULHEIT.

Dies will ich für die restlichen Tage hier in Indonesien ändern, um mich später auch noch an diese Zeit erinnern zu können. Seit dem letzten Eintrag ist natürlich sehr viel geschehen hier. Ich habe die Wochenenden sehr gut ausgenutzt, um irgendwo hinzufahren. Bogor, Bandung, Jakarta sogar Kuala Lumpur waren meine Wochenendziele. Mal habe ich das ganze Wochenende dort verbracht, mal aber auch nur für einen Tag dort verweilt.

Ich werde versuchen die Erlebnisse in separaten Blogeinträgen zu beschreiben. Es darf auch nicht vergessen, dass am 8.12.2008 ´Id ul Adha gefeiert wurde und das obligatorischen Schächten der Schafe auch nicht ausblieb. Diesmal habe ich 4 Schafe geschlachtet. 2 für die Familie und jeweils ein Schaf für Papa und Oguz Abi.

Von der Arbeit kann ich nur soviel berichten, dass wir reichlich beschäftigt sind. Zur meiner Freude bin ich auch voll im Alltagsgeschäft mit eingebunden. Sobald ein Mandant seine Anfrage stellt, beauftragt mein Chef  mich entsprechende Antworten, Gutachten, usw. zu entwerfen. Die regelmäßig stattfindenden Get togethers oder auch Networkingveranstaltungen genannt, werden von uns auch stets besucht. Veranstalter sind meistens die Aussenhandelskammern wie z.B. die deutsche, britische und australische. Man lernt auf diesen Veranstaltungen immer wieder interessante Leute kennen und wer weiß, vielleicht wird diese Bekanntschaft auch persönlichen Nutzen bringen. Ich denke da vor allem an die Recruitment Unternehmen (Headhunter), die immer wieder geeignetes Personal für ihre Kunden suchen.

 

So nun erstmal genug der Worte. InschaAllah folgen noch weitere Artikel über die einzelnen Städte in denen ich gewesen bin und Ereignisse, die ich hier erlebt habe.

 

Fortsetzung folgt…..iA